Deutsche Autobauer und brasilianische Fleischproduzenten sind die großen Gewinner.

EU-Mercosur-Deal steht
Ratifizierung steht noch aus

Tritt das Abkommen in der vorliegenden Form in Kraft, wird es in beiden Staatenblöcken Gewinner, aber auch Verlierer geben. In der EU dürften vor allem Industrieunternehmen profitieren. Der Mercosur musste sich etwa verpflichten, die Importzölle auf Autos (bislang 35 Prozent), Autoteile (14 bis 18 Prozent), Maschinen (14 bis 20 Prozent) und Chemikalien (bis zu 18 Prozent) deutlich zu senken. Das ist vor allem für die deutsche Industrie, die nach China und den USA die drittgrößte externe Lieferantin des Mercosur ist, höchst attraktiv.  Insbesondere die deutsche Automobilbranche, die im Mercosur mit VW do Brasil und Mercedes-Benz Argentina gut aufgestellt ist, macht sich nun Hoffnungen, die Konkurrenz mit Hilfe der Zollsenkung aus dem Rennen zu werfen.

Mercado Común del Sur (Mercosur – Gemeinsamer Markt des Südens).
Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Venezuela (unterzeichnete am 4. Juli 2006 den Beitritt und trat am 31. Juli 2012 auf dem Gipfel in Rio dem Mercosur bei, seit 5. August 2017 dauerhaft suspendiert)

und noch ein Verlierer Urwaldrodung:
Im Mercosur dürften die großen Gewinner des Abkommens die Agrarkonzerne sein, da sie von sinkenden Zöllen in der EU profitieren. Ein Beispiel: Fleischproduzenten der Mercosur-Staaten dürfen künftig bis zu 99.000 Tonnen Rindfleisch pro Jahr zu einem ermäßigten Zollsatz von 7,5 Prozent in die EU liefern.
Mit den Gewinnern stehen auch schon die Verlierer fest. Im Mercosur sind es jene Teile der Industrie, die ohne den Zollschutz unter die Räder zu kommen drohen. In der EU sind vor allem die Landwirte betroffen, da diese im Wettbewerb mit den riesigen südamerikanischen Fleischfabriken kaum eine Chance haben.

und hinterher der „Gewinn“ Sojaernte:     

weitere Informtionen unter:
Schlappe 20 Jahre wurde verhandelt
Mercosur1
Protest gegen Handelsabkommen
Mercosur2
Südamerikanische Arbeiterorganisationen leisten Widerstand

Proteste auch in Europa gegen Mercosur

Alle Kraft gegen Mercosur-Deal