Stimmen die Grünen für CETA ?


Aufschrift auf den Plakaten:
„Hallo Grüne – Klimaschutz vor Investorenschutz – Kein Öl aus Teersand“ und
„Stimmen die Grünen für CETA
ist die Spitzen-Umfaller-Partei da“

Das Mannheimer Bündnis für gerechten Welthandel beteiligte sich an der Kundgebung am 1. Mai2020  auf dem Marktplatz mit einem Infowagen und Plakaten mit einer klaren Ansage an die Baden-Württember Grünen, um sie an ihre eigenen Beschlüsse und Wahlzusagen zu erinnern : die Landesregierung kann im Bundesrat gegen CETA zu stimmen oder sich enthalten, was eine Ablehnung bedeutet.

Das bilaterale Freihandelsabkommen (CETA) zwischen der EU und Kanada ist erst vorläufig in Kraft und schon zeigen sich die negativen Auswirkungen auf den Klima- und Verbraucherschutz – weiterlesen unter:
2020.04.09 BW Brief an MdL

CETA müsste unabhängig von der Entscheidung des BVerfG. im Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden, sollte es vollständig in Kraft treten mit den Sondergerichten und den weitgehend von parlamentarischem Einfluss und Kontrolle unabhängigen Ausschüssen.

Wenn sich die Landesregierungen in denen die Grünen in der Regierung sind, entsprechend den parlamentarischen Gepflogeheit – Stimmenthaltung bei Nichteinigung der Koalitioonäre – bei der Abstimmung im Bundesrat enthalten würden, könnte CETA gestoppt werden.

Die Mannheimer Grünen wurden vom Mannheimer Bündnis für gerechten Welthandel shon Ende letztes Jahr aufgefordert, gemeinsam Druck auf den Ministerpräsidenten Kretschmann zu entwicklen, um eine Enthaltung bei der Abstimmung zu erreichen  und ihn von der Unterzeichnung abzuhalten.

Die Briefe an alle Gemeinderatsmitglieder und gleichlautend an den Kreisvorstand – Mannheim der Grünen:
blieben trotz der mündlichen Zusage einer Antwortet, bis heute unbeantwortet.
BÜNDNIS 90DIE GRÜNEN _ Kreisverband Mannheim

Wir fragen: Knicken die Mannheimer Grünen ein und geben sie den Widerstand gegen CETA auf, entgegen dem Beschluss der Landesdelegiertenversammlung und Wahlzusagen?
GrueneBW-LDK-Beschluss-Für-einen-fairen-Handel-CETA-Vertrag-nicht-zustimmen

Offensichtlich muss der Druck auf die Grünen verstärkt werden:
Stopp CETA keine Zustimmung durch die Landesregierung von
Baden-Württemberg !

1. Maikundgebung Bericht Manheimer Morgen:
https://www.morgenweb.de/mannheimer-morgen_artikel,-mannheim-symbolische-demo-auf-dem-marktplatz-_arid,1635152.html

 

Verhalten der Textilkonzerne ist skandalös

Unternehmen in der Coronakrise – Menschenrechtler: Verhalten der Textilkonzerne ist skandalös

Armin Paasch vom Hilfswerk Misereor hat Textilunternehmen wie C&A und Primark für ihren Umgang mit Beschäftigten in Ländern wie Bangladesch während der Coronakrise scharf kritisiert. Die Konzerne hätten Zahlungen für Textilien verweigert, die bereits produziert waren, sagte Paasch im Dlf. Armin Paasch im Gespräch mit Sandra Schulz http://www.deutschlandfunk.de, Interview Hören bis: 19.01.2038 04:14 Direkter Link zur Audiodatei https://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2020/04/28/interview_mit_armin_paasch_misereor_zu_corona_dlf_20200428_0812_467d5c71.mp3

Hier das Interview:

https://www.ardaudiothek.de/interview/interview-mit-armin-paasch-misereor-zu-corona-wirtschaft-und-menschenrechte/74945976.

Ist das Mercosur-Abkommen Geschichte?

Der Druck von unten war erfolgreich: Demo der österreichischen Kampagne „Anders handeln“

Normalerweise nutzen Regierungen Krisen und Sportgroßveranstaltungen, um abseits der Öffentlichkeit unpopuläre Entscheidungen durchzudrücken. Doch es gibt Ausnahmen: Jetzt ist im Zuge der Corona-Epidemie eine positive Nachricht aus Österreich untergegangen: Die dortige Regierung darf dem Mercosur-Abkommen nicht zustimmen. Das berichtete am 10. März das Online-Magazin Kontrast.

Das Mercosur-Abkommen zwischen der EU und Südamerika ist Geschichte. Der Bundesrat [die zweite Kammer des österreichischen Parlaments] hat mit den Stimmen von SPÖ und FPÖ beschlossen, dass jeder Vertreter Österreichs gegen jede Form des Abkommens stimmen muss.

Nationalrat und Bundesrat können die Regierung zwingen, auf EU-Ebene eine bestimmte Position zu vertreten. Und das haben SPÖ und FPÖ im Fall des umstrittenen Freihandelsabkommens Mercosur gemacht: Die ÖVP-Grüne Regierung wird verpflichtet, auf EU-Ebene gegen den Handelspakt zu stimmen – der Beschluss aus dem Bundesrat ist bindend:

„Die Bundesregierung, insbesondere die zuständige Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, wird aufgefordert sicher zu stellen, dass Österreich in den EU-Gremien gegen den Abschluss des Handelsabkommens mit den Mercosur-Staaten auftritt. Dies ist bei allen Abstimmungen dementsprechend mit einer Ablehnung des Abkommens zum Ausdruck zu bringen.“ So lautet der Beschluss.

Kein Vertreter Österreichs darf das Abkommen also unterstützen – womit Mercosur Geschichte ist, weil die Zustimmung einstimmig sein muss. Im September kurz vor der Nationalratswahl haben bereits alle Parteien außer den NEOS gegen das Mercosur-Abkommen gestimmt. Der Bundesrat hat diesen Beschluss jetzt für die neue ÖVP-Grüne Regierung erneuert – und ÖVP, Grüne und Neos überstimmt.

Die Furcht der BäuerInnen

Die EU verhandelt seit fast 20 Jahren Freihandelsabkommen mit den Mercosur Ländern. Das sind Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay. Das Abkommen ist sehr umstritten, weil es Pflanzenschutz und Lebensmittel-Standards gefährdet.

Das Mercosur-Abkommen birgt Gefahren für den Standort Österreich. So fürchten vor allem die Bauern, mit den Fleisch-Importen aus Argentinien nicht mithalten zu können. Die dortige Fleischindustrie setzt auf Masse: Großbetriebe bewirtschaften bis zu 40.000 Rinder oder 100.000 Stück Geflügel.

Die Landwirtschaft und Viehzucht in Österreich ist hingegen kleinstrukturiert – sie kann mit den Billigpreisen der Mercosur-Importe nicht mithalten. Der Preis durch Mercosur hätte um 15 Prozent fallen können.

Schon jetzt kommen aus dem Mercosur 250.000 Tonnen Rindfleisch auf Europas Binnenmarkt. Die EU hatte zuletzt weitere 70.000 Tonnen zollbegünstigtes Fleisch angeboten. Zu wenig aus Sicht der Südamerikaner. (Kurier, November 2017)

Ähnlich sieht es bei Geflügel aus: Mehr als die Hälfte der Einfuhren in die EU stammt aus Brasilien. Das brasilianische Geflügel kostet dabei nur halb so viel wie das Fleisch aus EU-Ländern.

Fleischproduktion auf Kosten der Natur

Doch Billig-Preise, die den Bauern Druck machen und zweifelhafte Fleischqualität sind nicht die einzigen Probleme. In Brasilien geht die Produktion auf Kosten der Umwelt. Die Massen-Tierhaltung findet dort häufig auf gerodeten Regenwald-Flächen statt. Je mehr Fleisch das Land exportieren wird, desto mehr Regenwald wird abgeholzt. Das hat schlimme Folgen für das Weltklima.

Außerdem sahen Rüben-Bauern die nachhaltige Zuckerrüben-Produktion in Europa gefährdet. Sie warnten davor, dass künftig Rohrzucker importiert wird, der gentechnisch manipuliert wurde.

Auch bei der Lebensmittelhygiene gibt es Bedenken. 2017 gab es einen Fleischskandal: Prüfstellen in Brasilien hatten einen Salmonellen-Befall von Fleisch verheimlicht. Die EU wollte daraufhin einer nicht näher definierten Zahl von brasilianischen Fleischverarbeitern den Zugang zum Binnenmarkt entziehen.

 

Kanzleramt bremst Lieferketten-Gesetz

Das Bundeskanzleramt hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bei ihren Plänen für ein Gesetz gegen Dumping und Ausbeutung in globalen Lieferketten vorerst gestoppt. Das wurde dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag) in Regierungskreisen bestätigt. Müller und Heil hatten ihre Pläne an diesem Dienstag eigentlich öffentlich vorstellen und konkretisieren wollen.

Vor allem Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) soll Einwände gegen eine gesetzliche Regelung zum jetzigen Zeitpunkt geltend gemacht haben und auf die von der Regierung gemachte Zusagen pochen, wonach die Unternehmen noch bis Ende 2020 Zeit haben, die im Nationalen Aktionsplan (NAP) Wirtschaft und Menschenrechte vorgesehenen Sorgfaltspflichten umzusetzen. „Gesetzliche Regelungsvorschläge zum jetzigen Zeitpunkt wären verfrüht“, teilte das Wirtschaftsministerium auf Anfrage des RND mit.

Weiterlesen Nachricht vom Redaktionsnetzwerk Deutschland

Kanzleramt bremst Fair

Initiative Lieferkettengesetz – Veranstaltung 11. Februar

Die Initiative Lieferkettengesetz ist ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus über 80 Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen, Gewerkschaften und kirchlichen Akteuren, das sich im September 2019 gegründet hat. Weil sich immer wieder zeigt, dass Unternehmen ihrer menschenrechtlichen Verantwortung freiwillig nicht hinreichend nachkommen, fordert das Bündnis von der Bundesregierung ein Lieferkettengesetz. Hierzu hat es eine Petition an Bundeskanzlerin Angela Merkel gestartet.
Petition: https://lieferkettengesetz.de/#organisatione

zum Weiterlesen:
Hintergrundpapier Initiative Lieferkettengesetz_Stand Januar 2020
Kinderarbeit in Kobaltminen

Veranstaltung Lieferkettengesetz  11. Februar Sanctclara B5, 19

USA beklagen EU-Verbot von Chlorhühnchen und Hormonfleisch

 

US-Landwirtschaftsminiser Sonny Perdue (l.) und Donald Trump (r.) wünschen sich mehr Handel mit der EU, auch im Agrarsektor. [Kevin Dietsch/ epa]

Die US-Regierung hat die Einfuhrverbote der EU für Chlorhühnchen und Hormonfleisch kritisiert. Dadurch entstehe ein Handelsdefizit mit der EU.

Die Vorbehalte der Europäer gegenüber diesen Produkten entbehrten „einer soliden wissenschaftlichen Grundlage“, sagte US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue am Montag nach einem Treffen mit EU-Handelskommissar Phil Hogan in Brüssel. Mit Blick auf ein mögliches Handelsabkommen sollte die EU demnach ihre Haltung dazu überdenken.
In den USA wird Geflügel häufig mit Chlor behandelt, um krank machende Keime abzutöten. Wachstumsfördernde Hormone kommen besonders in der Rinderzucht zum Einsatz. Beide Methoden sowie die Einfuhr derartiger Produkte sind in der EU verboten. Befürchtungen, dass dies mit dem transatlantischen Handelsabkommen TTIP aufgeweicht werden könnten, hatten noch 2015 zu Massenprotesten geführt.

Botschafter warnt: Kein US-Deal ohne Landwirtschaft

Die USA werden kein Handelsabkommen mit der EU abschließen, wenn die Landwirtschaft nicht einbezogen wird, warnte der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland.
Perdue beklagte eine „Verunglimpfung“ der US-Geflügelproduktion. Tatsächlich werde das Fleisch in Wirklichkeit gar nicht mit Chlor gereinigt: „Im Wesentlichen ist es Essig“ und keinesfalls unsicher, sagte der US-Minister. Auch bei der Hormonbehandlung von Rindern sei wissenschaftlich keine Beeinträchtigung der Lebensmittelsicherheit nachgewiesen.
Allerdings würden die Einfuhrbeschränkungen die Handelsbilanz seines Landes mit der EU verschlechtern, sagte Perdue weiter. US-Präsident Donald Trump ist das transatlantische Handelsdefizit der USA ein Dorn im Auge. Seit Monaten droht er deshalb mit Strafzöllen auf Einfuhren europäischer Autos. Die Aufhebung der Verbote von Chlorhühnchen und Hormonfleisch nannte sein Landwirtschaftsminister nun als Beispiele dafür, wie die EU Abhilfe leisten könnte.

Das Soja-Versprechen

Das Versprechen der EU, mehr Sojabohnen aus den USA zu importieren, war der „Dealmaker“ zwischen Jean-Claude Juncker und Donald Trump: Der Handelsstreit scheint vorerst gestoppt.
Brüssel hatte bislang auf ein Industrieabkommen mit den USA gedrängt. Zuletzt war auch die Rede von einer Ausweitung auf die Bereiche Technologie und Energie gewesen. Besonders Frankreich ist aber vehement dagegen, landwirtschaftliche Produkte mit einzubeziehen. Auch
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sagte am Montag, „dass wir den landwirtschaftlichen Sektor da gerne raushalten möchten“.
Die EU-Kommission äußerte sich auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht dazu. Ein Kommissionssprecher hatte zuvor die Handelsgespräche mit Washington als „laufenden Prozess“ bezeichnet. „Bald“ werde es ein Treffen von Trump und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in der US-Hauptstadt geben.

 

6. Januar im Rosengarten

Mannheimer Bündnis für gerechten Welthandel informiert über Lieferkettengesetz und Handelabkommen wie CETA u. a. am
6. Januar im Rosengarten am Stand 147 Ebene 0 (Erdgeschoss rechts)
Kongolesische Familien klagen wegen Ausbeutung in Bergwerken gegen die global führenden Technikkonzerne Microsoft, Apple und Tesla

Goran Tomasevic/Reuters
Mädchen trägt Wasserbehälter in Coltan-Mine in Kamatare in der Demokratischen Republik Kongo (1.12.2018)

Während sich der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, bereits beim Gedanken an eine mögliche Lieferkettenverantwortung »mit beiden Beinen im Gefängnis« wähnt, könnten in den USA nun tatsächlich erstmals fünf weltweit führende Technikkonzerne vor Gericht landen. Microsoft, Apple, Dell, Tesla und der Google-Mutterkonzern Alphabet sehen sich einer Klage gegenüber, die die Menschenrechtsorganisation »International Rights Advocates« am Sonntag im Namen von 14 Familien aus der Demokratischen Republik Kongo vor einem Gericht in Washington D. C. eingereicht hat. Die Kläger, deren Kinder im Kobaltbergbau zu Tode kamen oder schwer verletzt wurden, werfen den Konzernen vor, sich wissentlich an der Ausbeutung der Minderjährigen bereichert zu haben. Die ausführliche Beschreibung der Zustände in den Bergwerken in der 79seitigen Klageschrift zerstört die Mär von freiwilliger Lieferkettenverantwortung ganzheitlich.

Kompletter Artikel hier: Kinderarbeit in Kobaltminen

Weitere Information zum Handelsabkommen mit den Mercosurstaaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Venezuela (suspendiert) vom Bündnis gerechter Welthandel und Thomas Fritz für Misereor

Mercosur
Studie_MERCOSUR_Misereor.Th.Fritz

Widerstand gegen das Mercosur-abkommen

Wir hatten in verschiedenen Beiträgen auf die verheerenden Auswirkungen hingewiesen, welche mit dem Freihandelsabkommen der südamerikanischen Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Venezuela (suspendiert) und der EU drohen. Mercosur steht für Mercado Común del Sur, Gemeinsamer Markt Südamerikas.

Debakel Mercosur:“Alman otomobiline karşılık bozulmuş et ...

Heute mal ein Hoffnungsschimmer.
Der Widerstand gegen das Handelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten
Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay wächst. Und das ist gut so! Das
EU-Mercosur-Abkommen, auf das sich die Vertragspartner im Juni politisch
geeinigt haben, dient den Exportinteressen einzelner Branchen. In
Lateinamerika profitiert die Agrarindustrie von der Senkung der Zölle auf
Rind- und Geflügelfleisch, Ethanol und Zucker; europäische und deutsche
Konzerne profitieren von Zollsenkungen unter anderem im Auto-, Maschinenbau-
und Chemiesektor.

Doch für die Nachhaltigkeit hat das Abkommen wenig zu bieten: Denn bei
Verstößen gegen Klima- und Umweltschutz oder bei Menschenrechtsverletzungen
sieht es keine Sanktionen vor – das musste mittlerweile auch die
Bundesregierung einräumen. Eine Prüfung, ob solche Sanktionsmöglichkeiten
noch in das Abkommen eingefügt werden könnten, hält sie nach Berichten der
<https://taz.de/Abkommen-von-EU-und-Mercosur-Staaten/!5631890/&gt; taz dennoch
nicht für notwendig, stattdessen soll das Abkommen möglichst schnell
ratifiziert werden.
Auch als Hebel, um die brasilianische Regierung zu einem positiven Handeln
zu bewegen, taugt das EU-Mercosur-Abkommen nicht. Erst letzte Woche kippte
der brasilianische Präsident Bolsonaro eine Verordnung, die die Umwandlung
von Wald in Zuckerrohr-Plantagen verboten hatte. Damit schaffte er ideale
Voraussetzungen, um die im Abkommen vorgesehenen zollfreien Quoten von
180.000 Tonnen Zucker und 650.000 Tonnen Bioethanol (auf Zuckerrohr-Basis)
nach Europa exportieren zu können.
Möglicherweise wird das Abkommen noch von Argentinien gestoppt: Nach den
Präsidentschaftswahlen Ende Oktober steht dem Land ein Machtwechsel bevor,
mit Alberto Fernández und der zukünftigen Vizepräsidentin Cristina Kirchner
kehren die Peronisten zurück an die Macht. Im Vorfeld äußerten sie sich sehr
kritisch gegenüber dem EU-Mercosur-Abkommen und stellten ein Nein in
Aussicht. Ob sie dies tatsächlich umsetzen, hängt wesentlich von der
Kabinettsbildung ab, die erst im Dezember abgeschlossen sein wird.
Auf einen Stopp des Abkommens durch Lateinamerika sollten wir uns jedenfalls
nicht verlassen! 2020 könnte das entscheidende Jahr für das
EU-Mercosur-Abkommen werden: die EU-Kommission will die Übersetzung und
rechtliche Prüfung zügig voranbringen, bereits im Herbst könnte der
EU-Ministerrat über das Abkommen abstimmen, danach folgt das EU-Parlament.
Daher gilt es nun, unseren Widerstand zu bündeln und gemeinsam die Ablehnung
des Abkommens zu fordern.
Aktuelle Publikationen und Hintergrundinformationen zum Abkommen gibt es
in der Materialsammlung unter:

https://www.gerechter-welthandel.org/material/mercosur/.
Campact hat eine Petition dazu gestartet, die weiterhin unterzeichnet werden
kann: https://www.campact.de/mercosur-amazonas/
https://www.campact.de/mercosur-amazonas/

 

 

 

EU torpediert Umweltschutz

LEX VAN LIESHOUT/EPA/dpa

EU schützt Privilegien
Die EU-Kommission handelt in direktem Gegensatz zu den Klimazielen, die sie sich selbst erst vor kurzem gestellt hat.

Sonderklagerechte für Konzerne vor privaten Schiedstribunalen, als »Investor-State Dispute Settlement« (ISDS) Teil von Freihandelsabkommen und anderen internationalen Verträgen, sind in den letzten Jahren immer stärker in die Kritik geraten. Der Grund: Wenn ein Konzern mit Firmensitz in einem Vertragsstaat durch einen anderen Vertragsstaat seine Profite gefährdet sieht, kann er vor dem privaten Schiedstribunal hohe Entschädigungszahlungen einklagen. Auch wenn der Konzern verliert, erfüllt die Klage oft ihren Zweck: Staaten müssen, auch wenn sie recht bekommen, die horrenden Anwaltskosten selbst tragen – so können vor allem ärmere Staaten des globalen Südens eingeschüchtert und Regierungen in ihren Gesetzesvorhaben beeinflusst werden.

gesamter Text unter:
EU schützt Privilegien

 

 

Netzwerk Gerechter Welthandel Baden-Württemberg beschließt gemeinsame Aktionen

Am Samstag 7. September trafen sich in Mannheim bei der IG Metall mehr als 20 Vertreter der Baden-Württemberger Bündnisse für gerechten Welthandel. Eingeladen hatte das Mannheimer Bündnis.

CETA kann noch verhindert werden
Bisher wird CETA nur vorläufig angewandt. Da es zum dauerhaften Inkrafttreten von allen EU-Staaten ratifiziert sein muss, kann es noch gestoppt werden. In Deutschland besteht v.a. die Chance, CETA im BUNDESRAT zu verhindern. Wenn die Bundesländer mit grüner oder linker Regierungsbeteiligung gegen CETA stimmen oder sich enthalten, ist das Abkommen vom Tisch. Das aber setzt voraus, dass Bündnis 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE Wort halten! Sie haben mit uns gegen CETA demonstriert und vielfach angekündigt, das Abkommen zu verhindern. Dafür wurden sie gewählt!

Stop-CETA-Aktion 21.9. Sindelfingen:
STOPPT CETA IM BUNDESRAT
Das Netzwerk Gerechter Welthandel Baden-Württemberg wird bei der Landesdelegiertenkonferenz der Grünen Ba-Wü am 21. September 2019 mit diversen Aktionen die Einhaltung deren Wahlversprechen einfordern.

Klimaschutz braucht eine Wende der Handelspolitik!

Zum FactSheet CETA contra Klimaschutz
2019_05_23_Klima_Rede_Roman_final

Ein weiteres Thema der Beratung war die
Teilnahme an den Fridays for Future Aktionen

Das ist die Mannheimer Aktion am 20. September

Streikst du auch? Save the date! Am 20.9. tragen wir die Klimakrise weltweit auf die Straßen – von Schulen, Betrieben, Seitenstraßen, Küchen, Büros und Kindergärten, von Behindertenwerkstätten, von Händen und Herzen auf die Straße.
Ein Jahr ist der erste Klimastreik her, und es ist längst nicht mehr fünf vor 12. Selbst in Deutschland erleben wir mittlerweile immer mehr Hitzerekorde.

Der Amazonas brennt, die Kohle im Mannheimer Großkraftwerk auch.

Am 20. September werden Millionen von Menschen auf die Straße gehen, und wir brauchen jede*n Einzelne*n, egal ob jung oder alt!

Um allen Menschen die Teilnahme zu ermöglichen, beginnt unsere Großdemo um 17 Uhr. Wenn du schon früher kommen willst: Ab 11 Uhr wird es eine Mahnwache geben. Da der Fachbereich Sicherheit und Ordnung anscheinend sehr viele Versammlungen bearbeiten müssen, können wir euch erst ab 6.9. mehr über den Auftaktort und die Route sagen.

Die Politik muss jetzt handeln, in Mannheim und überall, deswegen geh am 20.09. mit vielen Menschen zusammen zum #Klimastreik und kämpfe für eine Klimapolitik des Handelns, für aktuelle und künftige Generationen. Aber vorher, schnapp dir dein Handy und ruf deine Familie, deine Freund*innen, deine Schule, dein*e Chef*in an und sag ihnen Bescheid, denn am 20.09. heißt es #AllefürsKlima

fffma@riseup.net